Erfahrungsbericht BytePac ökologisches Festplattengehäuse 26. Februar 2012
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Unlängst bekam ich als Blog Autor eine Anfrage, ob ich nicht Interesse an einem nachhaltigen und umweltschonenden Produkt hätte und zwar in Form eines externen Festplattengehäuse. Für Umweltschutz und nachhaltige Lösungen besteht meinerseits immer Interesse. Nach meiner Rückmeldung erhielt ich kurze Zeit später bereits einen BytePac Kit zum Ausprobieren.

BytePac-Verpackung

BytePac-Verpackung

Auf der Webseite des BytePac informierte ich mich vorweg wie das Produkt funktioniert, wie es zu handhaben ist und welche Vorteile es gegenüber herkömmlichen externen Festplattengehäuse bietet.

Karton wird aus Holz gewonnen und Holz wächst wieder nach …

Die Idee auf Metall und Kunststoff weitgehend zu verzichten, birgt schon ein riesiges Potenzial, um dem Grundgedanken von Green-IT zu unterstützen. Green-IT zielt zwar ebenso auf Energieeffizienz von IT-Komponenten ab, jedoch darf auch der Rohstoff, aus dem eine Komponente besteht nicht vernachlässigt werden. Diesen Gedanken greift der BytePac auf welcher zu 100% aus Karton besteht. Natürlich funktioniert keine Festplatte ohne entsprechende Kabel samt Stecker, Netzteil usw. Aber auch hier sind die einzelnen Kabel und Komponenten austauschbar und modular zusammensteckbar, um bei Ausfall nur ein bestimmtes Teil zu ersetzen und um schlussendlich den möglichen Elektronik Schrott (e-waste) zu minimieren.

Was steckt in der Schachtel?

Die Verpackung des BytePac Kits ist zugleich auch Aufbewahrungsmittel, denn es passen exakt drei der BytePac Hüllen in die Paketverpackung. Im BytePac Kit sind enthalten:

  • 3 Stk. Festplattengehäuse
  • 1 Stk. Netzteil + USB2.0/SATA Stecker + 2 Stk. eSATA/SATA Kabel
  • Anleitung + Etiketten zur Beschriftung
BytePac-Kit-Inhalte

BytePac-Kit-Inhalte

Ökologisches Festplatten-Backup

Soweit die Theorie, nun geht es zur Praxis.
Ziel: Meine Daten einer Windows NTFS Partition am Mac öffnen und zugleich sichern. Die 80 GB SATA-Festplatte stammt aus einem gewöhnlichen grauen Windows-PC Kastl.

Zunächst werfe ich schnell einen Blick auf die Anleitung, die bildlich den Ablauf darstellt. Hülle des Karton-Festplattengehäuse abstreifen, Karton öffnen, Festplatte hineinlegen, Karton zumachen.

BytePac-mit-Festplatte-SATA

BytePac-mit-Festplatte-SATA

Soweit, so gut – Nun wird es interessant, wie die Kabel zusammen zu stecken sind?
Der breite SATA Stecker gehört zur Festplatte, dessen Steckerzugang sich einfach am Gehäuse aufklappen lässt.

BytePac-SATA-Stecker

BytePac-SATA-Stecker

Um das Festplattengehäuse besser hinlegen zu können und eine entsprechende Luftzufuhr für die Festplatte zu ermöglichen, befindet sich auf der Unterseite des Gehäuse eine Klappe, die sich umknicken und einrasten lässt.

BytePac-Standfuss-Entlüftung

BytePac-Standfuss-Entlüftung

Schlussendlich habe ich es zusammengebracht. Also die Verkabelung klappt wie folgend:

  1. Festplatte SATA Kabel an Powerbox (kleine schwarze Box)
  2. Powerbox an Steckernetzteil (Strom) und eSATA Kabel an den USB2.0/SATA Adapter
  3. Mein MacBook Pro besitzt kein eSATA, daher verwendete ich den eSATA auf USB2.0 Stecker, der dem Kit hinzugefügt war.
BytePac-fertiger-Aufbau-Mac

BytePac-fertiger-Aufbau-Mac

Die Festplatte wurde am Mac erkannt und ließ sich problemlos öffnen. Und los ging es mit der Datenübertragung.

Fazit

Auf die Idee ein Festplattengehäuse aus Karton zu fertigen, wäre ich wohl selbst nie gekommen. Dennoch kann ich dem nachhaltigen und ökologischen Produkt BytePac etwas abgewinnen, denn es ist sehr einfach zu handhaben und die notwendige Verkabel bekommt auch ein Laie mit der Bildanleitung schnell hin.

Die Preisfrage gilt es ebenso zu klären. Bekanntlich ist Karton günstiger als Aluminium, aus dem wahrscheinlich die meisten externen Festplattengehäuse hergestellt sind. Kaufe ich mir nun ein „normales“ Festplattengehäuse so kann ich an die 25-30 EUR rechnen. Der BytePac Kit kostet 39,90 EUR samt Kabel und Netzteil, wobei ich hierfür aber eigentlich 3 Gehäuse erhalte. Somit ist die Preis/Leistung des alternativen Gehäuse meiner Meinung nach ziemlich gut. Einzig fraglich wäre es, wie man den Betrieb von mehreren BytePacs parallel gestaltet, ein PC müsste dann eben mit eSATA ausgestattet sein.

Der Trend zu nachhaltigen Verpackungen und Gebrauchsgegenständen streift uns bereits an so mancher Stelle im Alltag; Einkaufstaschen aus Maisstärke, durchsichtige Verpackungen aus Maisstärke (bekam ich im September 2011 bei Tomaten im Interspar) und sonstige Dinge aus Karton oder Papier. Der BytePac zeigt hier wie es mit Gebrauchs- und Alltagsgegenstände in Zukunft aussehen wird. Weg von Alles aus Plastik und hin zu Materialen, die man ohne extremen chemischen Aufwand herstellen kann und die sich schlussendlich gut recyclen lassen.

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Frederike 27. Februar 2012

Huhu,
bin schon vor einiger Zeit auf dieses Konzept festossen und denke hinsichtlich der Umweltvertraeglichkeit von PC- Komponenten ist es wirklich wegweisend.

Ausserdem ein sehr schoen geschriebener Bericht!

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