KTM X-Bow Bericht 4. Mai 2012
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Es muss nicht immer Audi im kompletten Formate sein; NEIN es reicht auch wenn nur der Motor von Audi stammt und der Rest vom Zweirad-Experten KTM.

Wer, was, wie und wo?

Das zuvor beschriebene Gefährt nennt sich KTM X-BOW. Es dürfte dem einen oder anderem bereits aufgefallen sein, denn es sieht eigentlich aus wie Go-Kart der Größe Large.

Ich hatte zuletzt die Möglichkeit mit diesem Gefährt ein Runden über einen Testparcours am Magna Testgelände bei  Graz zu drehen. Organisiert wird dieses Motorsport Event vom Formel 1 Club Austria.

KTM-X-BOW-Graz1

KTM-X-BOW-Graz1


Los ging es am frühen Nachmittag. Der Instruktur Dominik Olbert, selbst ein Event Experte und Motorsport-Club Eigentümer (Razoon), erklärte Fahrzeug und Strecke. Das Event war recht gut gebucht, in Summe fanden sich an die 15 motorsportbegeisterte Personen ein.

KTM-X-BOW-Graz2

KTM-X-BOW-Graz2

Der KTM X-BOW ist mit einen 2.0 TFSI Turbo-Benzin Motor von Audi ausgestattet, wobei die Motorsteuerung von KTM angepasst wurde. Das Fahrzeug beschleunigt von 0-100 in 3.9 Sekunden, bei 240 PS und 790 kg Leergewicht ein Leistungsgewicht von 3,3 kg/PS (Audi R8 V10 2010er im Vergleich 3.2 kg/PS).

KTM-X-BOW-Graz-Cockpit

KTM-X-BOW-Graz-Cockpit

Ablauf

Der Verlauf des eigentlichen X-Bow Fahren sah wie folgend aus:

  1. Fahrzeug Erklärung (Getriebe, Display, Lenkrad-Tipps) etc.
  2. Erklärung der Rennstrecke (Parcour) – wenig Geraden, viele Kurven und haufenweise Lastwechsel.
  3. Beifahrer sein bei den Profis
  4. Selbstfahren und Herantasten
  5. Hotlap als Wertungsrunde
  6. Fahrerwechsel = Fahrer wird zum Beifahrer, voriger Beifahrer wird zum Fahrer

Bis zum Punkt 2 war eigentlich alles noch ganz normal, doch sobald ich beim Profi mitfahren durfte stieg mein Adrenalin-Spiegel in den Himmel. Mal nebenbei angemerkt, der zweite Gange dreht bis 120 km/h, Querbeschleunigung von 1.5G sind normal. Schon bei den 3 Testrunden des Profis, konnte ich mir ein Ideen und Tipps abschauen, wie man Kurven anbremst, einlenkt und richtig beschleunigt, sodass einem nicht „der Hintern wegrutscht“.

KTM-X-BOW-Graz-Dietmar-Hafner

KTM-X-BOW-Graz-Dietmar-Hafner-Abfahrt

Bei Punkt 4 ging es dann zur Sache. Wahrscheinlich hatte ich durch die Testfahrten mit den Profis mich zunächst selbst ein wenig überschätzt, denn 3mal brach mein Heck durch. Aber man lernt ja dazu und Meister sind bekanntlich noch sehr wenige vom Himmel gefallen. Mit der Zeit bekam ich mehr Gefühl für das Renngeschoss und anfangs zu starkes Driften zahlte sich auf Dauer nicht aus. Aber Vollbremsung und Dreher sind auch was Schönes: Reifengestank + Qualm alles inklusive.

KTM-X-BOW-Dietmar-Hafner2

KTM-X-BOW-Dietmar-Hafner wird instruiert

In der Hotlap ging fast alles glatt. Zwei Hüttchen des Parcours wurden umgesäbelt, womit die Endzeit von mir nicht sehr berauschend ausfiel. Aber ich bin dennoch mit meinem Motorsport-Nicht-Können zufrieden. Innerlich hat mich natürlich die Motorsportlust gepackt, aber dazu heißt es viel viel viel Üben bevor man sich wirklich als Rennfahrer bezeichnen kann.

Fazit

Der KTM X-Bow ist für mich ein reinrassiges Renngefährt. Wer ein Go-Kart kennt, wird beim X-Bow viele Änhlichkeiten entdecken. Keine Sorge, der X-Bow besitzt eine Kupplung, 6-Gang Getriebe mit H-Schaltung und normale Pedalanordnung, was ihm zum klassischen Fahrzeug qualifiziert. Dennoch ist die Wut des Turbos ungebrochen, der zweite Gang zieht einen den Kopf nach hinten, dass es richtig Spaß macht Gas zu geben.  Aber auch in Sachen Kurvenlage und Bodenhaftung ein erstklassiges Gefährt. Wer Zeit, Lust und ein wenig Kleingeld für diesen Spaß übrig hat, dem kann ich das X-Bow Event nur weiterempfehlen.

 weitere Bilder im Google Picasa

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